Freitag, 30. September 2016

Aktuell! Samstag, 1. Oktober 2016: Offene Druckwerkstatt

Morgen Samstag, 1. Oktober 2016 - von 14 bis 17 Uhr - empfangen Gesellen der Gilde Gutenberg Besucherinnen und Besucher in ihrer Druckwerkstatt im Keller der Burg Maur am Greifensee.
 
In anschaulicher Weise erhalten Sie Informationen über die revolutionäre Erfindung des Johannes Gutenberg und den Buchdruck.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und spannende Kontakte.

Offene Druckwerkstatt: Ein Erfolg!

Während dem "Muurmer Chilbimärt" am Samstag/Sonntag, 3. und 4. September 2016 war die Druckwerkstatt in der Burg Maur offen. Die Marktveranstaltung zog zahlreiches Publikum an. Erfreulicherweise fand eine Vielzahl von Interessierten am Gutenbergschen Kulturgut auch den Weg in die Druckwerkstatt. Dort fanden lebhafte Gespräche statt und wir durften spannende Fragen von Jung und Alt beantworten. Mit Fug und Recht darf man sagen: Gutenberg ist in! Viele moderne Zeitgenossen interessieren sich für die ursprünglichen Anfänge unserer hoch entwickelten Kommunikationsgesellschaft.

Zwei Highlights aus diesen Kontakten seien hier in den Fokus gestellt:

1. Ein Mann aus der Wirtschaft interessierte sich speziell für die Werkstatt. Er
    organisiert immer wieder Meetings im Raum Zürich für die europaweit
    tätigen  Manager einer internationalen Firma. Und - er fände den Besuch in
    der Druckwerkstatt für diese Personen eine interessante Bereicherung. Es
    wären jeweils zehn bis 15 Personen pro Führung dabei - und das Spezielle -
    die Führung  sollte in englischer Sprache stattfinden.
Das sind doch Herausforderungen für die Gilde. Wenn die konkrete Anfrage eintrifft, werden wir diese Aufgabe annehmen und unser Club hätte dann auch einen internationalen Touch.

2. Ein weiterer Besucher ist Mitglied eines lokalen Kiwanis-Clubs am
    Zürichsee. Er wollte wissen, ob Führungen für Vereine mit Apéro möglich
    sind. Natürlich! Wir freuen uns auf alle derartigen Anlässe, die wir mit
    Engagement und Freude organisieren.

Solche Resonanzen auf unsere Tätigkeit sind Aufsteller im Leben der Gilde Gutenberg. Sie zeigen, dass wir mit unserem Angebot den Nerv zahlreicher Zeitgenossen treffen und damit immer mehr Belebung in die Druckwerkstatt bringen können.

Bewegung und Belebung in die Gilde Gutenberg bringen sollen auch unsere Bemühungen für PR und Öffentlichkeitsarbeit. Ein Paradebeispiel ist der Ende Mai 2016 in verschiedenen Blättern des Zürcher Verlags Lokalinfo AG erschienene Artikel.


Hier die Originalseite mit dem Text über die Gilde Gutenberg aus der Zeitung "Züriberg" vom 26.05.2016 aus dem Verlag Lokalinfo AG Zürich.



 

Freitag, 2. September 2016

Aktuell: Offene Druckwerkstatt am Samstag und Sonntag, 3. + 4. September 2016

Rechts in der Burg Maur befindet sich der Eingang zum Burgkeller und zur Druckwerkstatt der Gilde Gutenberg. (Bild: Museen Maur).

Am Wochenende vom 3. und 4. September 2016 findet das Spätsommer-Ereignis am Greifensee statt: Der Chilbi-Märt Muur. Rund um die Burg Maur warten zahlreiche Verkaufsstände auf Kundschaft. Zu diesem Anlass öffnet auch die Druckwerkstatt der Gilde Gutenberg ihre Tore und empfängt interessierte Besucherinnen und Besucher.

Ausschnitt aus der Druckwerkstatt mit Satzregalen und zwei Druckmaschinen - einem Teller-Druck-Tiegel (Handbetrieb) sowie einem motorisierten Druck-Tiegel.
(Bild: Museen Maur).

Mitglieder der Gilde Gutenberg sind an diesem Wochenende (jeweils von 14 bis 17 Uhr) bereit zur Information von Frauen, Männern und Kindern, die sich für die revolutionäre Erfindung von Johannes Gutenberg interessieren.

Vor Gutenberg wurden Bücher einzeln von Hand geschrieben. Mit der Erfindung der beweglichen und wieder verwendbaren Blei-Lettern durch Gutenberg konnten Bücher mit geringerem Zeitaufwand gesetzt und in mehrfacher Auflage gedruckt werden.

Das Bücherlesen und die Weiterbildung waren ab da nicht mehr nur gewissen Eliten vorbehalten, sondern fanden Eingang in breite Bevölkerungsschichten. Ein Link zu heute: Eigentlich war Gutenberg ein (sehr) früher Wegbereiter zu unserer von Internet und Smartphone dominierten Informationsgesellschaft.


Tausende Blei-Lettern in unzähligen Regalen prägten das Handwerk des Buchdrucks.
(Bild: Museen Maur).

Die Gilde Gutenberg hat sich zum Ziel gesetzt, das fast 600 Jahre alte Handwerk des Buchdrucks, das sich durch den Filmsatz und die Entwicklung der Computer stark verändert hat, als Kulturerbe weiter zu pflegen.

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher und auf interessante, vielfältige und lehrreiche Kontakte.

PS.
Die Druckwerkstatt ist ganzjährig - jeweils am 1. Samstag jeden Monats - für das interessierte Publikum geöffnet.
Jeweils am 3. Samstag jeden Monats zeigt ein Kupferdrucker die Kunst seines speziellen Handwerks.

Freitag, 5. August 2016

Aktuell! Samstag, 6. August 2016: Offene Druckwerkstatt




Morgen Samstag, 6. August 2016 - von 14 bis 17 Uhr - empfangen Gesellen der Gilde Gutenberg Besucherinnen und Besucher in ihrer Druckwerkstatt im Keller der Burg Maur am Greifensee. In anschaulicher Weise erhalten Sie Informationen über die revolutionäre Erfindung des Johannes Gutenberg und den Buchdruck.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und spannende Kontakte.



Der Kultur-Besuch in der Burg Maur lohnt sich sowieso, weil im Haus weitere kulturelle Kostbarkeiten zu besichtigen sind:

Herrliberger-Sammlung

Umfasst Druckgrafik und Verlagswerke des Zürcher Kupferstechers und Buchverlegers David Herrliberger (1697 -1777), der als letzter Gerichtsherr von Maur 1749 - 1777 in der Burg residierte, und weitere Erzeugnisse von Zürcher Buchdruck, Buchillustration und Druckgrafik des 16. bis 19. Jahrhunderts.

Salomon-Kabinett

Gezeigt werden Gemälde und Porträts von Oberst Salomon Landolt (1741 - 1818), dem Gründer des Zürcherischen Jägercorps von Scharfschützen und legendären Landvogt von Greifensee 1780 - 1786, sowie Zeichnungen und Buchillustrationen von Salomon Gessner (1730 - 1788), dem berühmten Dichter und Maler der Idylle.

Kunstkammer in der Burg

Hier finden regelmässig Wechselausstellungen statt. Zurzeit - bis September 2016 - präsentiert die Ausstellung unter dem Titel "Raritet! Schöni Raritet! Ausrufer und Guckkasten" erstrangige Bilddokumente internationaler Ausrufer vom 16. zum 21. Jahrhundert.

Weitere Informationen: www.museenmaur.ch





Montag, 4. Juli 2016

Rhinocerus - ein Nachtrag zur Gessner-Ausstellung

Wie unter dem Titel "Drucken wie im 16. Jahrhundert - ein Erfolg" in diesem Blog berichtet, demonstrierte die Gilde Gutenberg mit einer Spindeldruckpresse in der Ausstellung im Landesmuseum, wie zu Zeiten Conrad Gessners im 16. Jahrhundert gedruckt wurde. Alle Besucher erhielten einen frisch hergestellten Einblattdruck mit dem Nashorn aus Gessners Tierbuch (s. unten).

Zu diesem Sujet, das eine Schöpfung von Albrecht Dürer ist und Gessner zur Nutzung überlassen wurde, findet sich in der freien Enzyklopädie Wikipedia eine interessante Beschreibung, die wir den Blog-Leserinnen und -Lesern nicht vorenthalten möchten:

"Rhinocerus ist der Titel eines grafischen Werkes von Albrecht Dürer aus dem Jahre 1515. Der Holzschnitt stellt ein aus Indien stammendes Panzernashorn dar, das 1515 nach Lissabon gelangt war und von dort noch im selben Jahr auf die Reise nach Rom geschickt wurde, wo es 1516 ausgestopft ankam. Dürer hatte das Nashorn selbst nie gesehen; der Holzschnitt basierte auf einer Beschreibung und der Skizze eines unbekannten Künstlers, der das Tier in Augenschein genommen hatte."

Das waren noch Künstler!

Donnerstag, 30. Juni 2016

Samstag, 2. Juli 2016: Offene Druckwerkstatt

Wie immer am 1. Samstag des Monats, sind am nächsten

Samstag, 2. Juli 2016, von 14 bis 17 Uhr

Mitglieder der Gilde Gutenberg präsent, um interessierte Besucherinnen und Besucher in der Druckwerkstatt im Keller der Burg Maur zu empfangen.


Die Museen Burg Maur am Greifensee umfassen die David-Herrliberger-Sammlung, das Salomon-Kabinett, die Kunstkammer sowie die Buchdruckwerkstatt Gilde Gutenberg und eine Kupferstecher-Werkstatt.
In der Druckwerkstatt sind neben Bleisatzschriften als Prunkstück ein Drucktiegel aus dem Jahr 1895 und eine Kupferdruckpresse sowie die dazu gehörenden Werkzeuge zu sehen. Gilde-Mitglieder demonstrieren interessierten Besucherinnen und Besuchern Handsatz und Buchdruck wie zu Gutenbergs Zeiten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
 
 

Drucken wie im 16. Jahrhundert - ein Erfolg!

Nun ist sie also vorbei, die Ausstellung zum 500. Geburtstag des Zürcher Universalgelehrten Conrad Gessner, die von Mitte März 2016 bis zum 19. Juni 2016 im Landesmuseum stattfand.

Universalgelehrter

Conrad Gessner war ein vielseitig tätiger Gelehrter, Fachleute urteilen, er sei einer der bedeutendsten der Schweiz. In seiner Arbeit stufte er eigene Naturbeobachtungen höher ein, als überlieferte Erkenntnisse. Gessner hatte auch ein überdurchschnittliches Zeichentalent, deshalb war er nicht darauf angewiesen, für seine Buchillustrationen professionelle Künstler zu beauftragen. Diese Qualität der Darstellung in seinen Veröffentlichungen unterschied ihn von seinen Fachkollegen. Dennoch verwendete er verschiedentlich auch Zeichnungen von anderen Künstlern, wie z.B. das von Albrecht Dürer gezeichnete Nashorn in Gessners „Thierbuch“.

 
Jede Besucherin, jeder Besucher erhielt einen individuell auf der Spindeldruckpresse angefertigten Einblattdruck mit dem Nashorn aus Gessners "Thierbuch".



Gessner war ein Vielschreiber, er verfasste zahlreiche Schriften und Bücher. Das gab Arbeit für die in der Frühzeit des Buchdrucks gegründeten Druckereibetriebe. In Zürich war es der erste Buchdrucker dieser Stadt – Christoph Froschauer – der fast alle Werke von Conrad Gessner druckte.



Gespannte Zuhörerinnen und Zuhörer wollen genau wissen, wie das Setzen von Hand funktioniert.

Drucken wie zu Gessners Zeiten
Das brachte die Leitung der Gessner-Ausstellung auf die geniale Idee, neben dem Wissenschaftler und Autor Conrad Gessner auch das Druckhandwerk des 16. Jahrhunderts in der gleichen Ausstellung zu präsentieren. Darum erhielt die Gilde Gutenberg die Aufgabe, den Museumsbesuchern zu zeigen, wie zu Zeiten Gessners mit der hölzernen Spindeldruckpresse gedruckt wurde. Jeweils sonntags waren Mitglieder der Gilde Gutenberg anwesend und informierten und instruierten die Besucher über das damals praktizierte Drucken.


Times beim spannenden Vortrag über die geniale Erfindung Gutenbergs: Die bewegliche Letter aus Blei.

Begeisterte Besucher
Rückblickend kann festgehalten werden: Das Museumspublikum war durchwegs begeistert über die Vorführungen des Handwerks aus der Frühzeit des Buchdrucks. Für zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus allen Kontinenten dieser Welt – nicht nur aus Europa – ist Gutenberg ein Begriff und sie freuten sich, mit  handfesten Vorführungen dessen geniale Erfindungen erklärt und vorgeführt zu bekommen. Für die Mitglieder der Gilde war diese Museumsarbeit eine reichhaltige Erfahrung, die zahlreiche Begegnungen und Gespräche mit Menschen brachten, denen die Bedeutung der Gutenbergschen Erfindungen für die Entwicklung der modernen Informationsgesellschaft bewusst gemacht werden konnte. Für die Gilde Gutenberg ist diese Aktion nach 20 Jahren Bestehen gleichzeitig Bestätigung und Aufforderung, in ihrem Bestreben aktiv zu bleiben, die Erinnerung an die epochale Erfindung des Buchdrucks  wach zu halten.

Frosch instruiert den Nachwuchs an der Spindeldruckpresse, das Fortbestehen des Handwerks ist gesichert.