Dienstag, 31. Januar 2017

"Auch hier fehlte das Frontispiz"

Liebe Gilde-Freunde und -Fans

"Das Frontispiz ist eine dekorative und informative Abbildung in alten bibliophilen Werken, die sich auf der zweiten, dem Titelblatt (S. 3) gegenüberliegenden Seite eines Buches befindet. Es ist in der Regel auf die Rückseite des Schmutztitels eines Buches gedruckt (Quelle: Wikipedia).

So weit, so gut. Bibliophile Spezialisten brauchen wahrscheinlich diese Deutung nicht, andere (wie auch der Autor) sind unter Umständen für diese Ausdeutschung dankbar.

"Auch hier fehlte das Frontispiz" ist ein Original-Zitat aus dem Kriminalroman "Tod zwischen den Zeilen" von Krimi-Altmeisterin Donna Leon. Diese hat den Roman in einer für Schwarzkünstler, Bibliophilen-Freunde und dazugehörende Fans spannenden Umgebung  eingebettet. In einer veritablen Bibliothek der Stadt Venedig wurden historische - und äusserst wertvolle - Bücher geschändet (Seiten herausgerissen) und auch gestohlen. In diesem Umfeld hat Kommissar Brunetti einen handfesten Mord aufzuklären.

Hierbei geht es nicht um eine oberflächliche Rahmenhandlung, sondern um gut recherchierte Fakten des Umfelds. Bei den inkriminierten Werken geht es - neben anderen - zum Beispiel um das 1507 in Vicenza erstmals gedruckte Werk "Paesi novamente retrovati" von Autor Tracanzone Montalboddo oder um das 1556 in Vendedig erstmals herausgegebene Buch "Delle Navigationi et Viaggi" von Giovan Battisto Ramusio.

Welche Rolle diese bedeutenden Kulturgüter im 21. Jahrundert spielen könn(t)en, liest man am besten in spannenden Lesestunden im Roman von Donna Leon selber nach.
(Bild: Diogenes Verlag Zürich)
 
Viel Lesespass!

Aktuell, Samstag, 4. Februar 2017: Offene Druckwerkstatt

Auch im Jahr 2017 führt die Gilde Gutenberg die Tradition der Offenen Druckwerkstatt weiter. Immer am 1. Samstag im Monat sind Gäste herzlich willkommen!

Am kommenden Samstag, 4. Februar 2017, von 14 bis 17 Uhr sind Mitglieder der Gilde Gutenberg vor Ort in der Burg Maur und demonstrieren den interessierten Besucherinnen und Besuchern den Umgang mit Bleisatz und Buchdruck.


In der Druckwerkstatt der Gilde Gutenberg erfahren Interessierte viel Wissenswertes über die geniale Erfindung von Johannes Gutenberg. (Bild: Museen Maur).
 
Wir freuen uns auf neugierige Besucherinnen und Besucher und interessante Kontakte.


 

Montag, 23. Januar 2017

Aktuell: Gilde-Stamm 26. Januar 2017

Immer am letzten Donnerstag im Monat (ohne Juli) treffen sich die Mitglieder der Gilde Gutenberg zum Stamm. Da sitzen wir in gemütlicher Runde zusammen und fachsimpeln über Gutenberg, über Gott und die Welt und was uns sonst noch bewegt.

Das nächste Treffen:

Donnerstag, 26. Januar 2017, ab 18.00 Uhr
Ristorante Ciao / Luigi, Weinbergstrasse 26,
8001 Zürich

Im Paradies des Alphabets

Unter diesem Titel findet im Barocksaal der Stiftsbibliothek St. Gallen eine interessante Ausstellung über

"Die Entwicklung der lateinischen Schrift" 

statt.

Die Stiftsbibliothek St. Gallen präsentiert anhand ihrer einmaligen Handschriftensammlung die Geschichte der lateinischen Schrift von der Antike bis zur Renaissance.

Auf der Grundlage antiker Schriften entwickelte sich im Frühmittelalter eine grosse Vielfalt an regionalen Schriften. Unter Karl dem Grossen (gest. 814) fand eine Gegenbewegung statt, die zu einer Vereinheitlichung der Buchstabenformen führte. Vom 9. bis12. Jahrhundert war in weiten Teilen Europas die karolingische Minuskel gebräuchlich.
Im Spätmittelalter zerfiel diese Einheit. Für prächtige Bücher verwendete man aufwendig gestaltete, kalligraphische Schriften. Im Alltags- und Geschäftsleben stand ein hohes Schreibtempo im Vordergrund. Deshalb entwickelten sich kursive Schriften mit vielen Abkürzungen. Aus heutiger Sicht blieb die Leserlichkeit manchmal auf der Strecke.
Südlich der Alpen griffen die Humanisten im 14. und 15. Jahrhundert auf die karolingische Minuskel zurück und belebten diese neu. So schufen sie die Grundlage für die heute üblichen Druckschriften.

Die Details:
- Die Ausstellung dauert noch bis zum 12. März 2017.
- Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 10.00 bis 17.00 Uhr.

Für Interessierte ist St. Gallen sicher eine Reise wert!

Samstag, 31. Dezember 2016

Aktuell, Samstag, 7. Januar 2017: Offene Druckwerkstatt

Auch im Jahr 2017 führt die Gilde Gutenberg die Tradition der Offenen Druckwerkstatt weiter. Immer am 1. Samstag im Monat sind Gäste herzlich willkommen!

Hier, im Reich von Setzkästen und Bleisatz erhalten Interessierte Einblick in die Geheimnisse der Schwarzen Kunst.
(Bild: Museen Maur)

Am kommenden Samstag, 7. Januar 2017, von 14 bis 17 Uhr sind Mitglieder der Gilde Gutenberg vor Ort in der Druckwerkstatt in der Burg Maur, um interessierten Besucherinnen und Besuchern Gutenbergs Kunst näher zu bringen.


Wir freuen uns auf neugierige Besucherinnen und Besucher und interessante Kontakte.


 


Europa feiert 500 Jahre Reformation - Zürich macht mit!

Die evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich startet 2017 mit den Feierlichkeiten zu "500 Jahre Zürcher Reformation".

Von Freitag, 6. Januar, 10.00 Uhr bis Samstag, 7. Januar 2017, 19.00 Uhr
findet in der Bahnhofshalle des Hauptbahnhofs Zürich ein Grossanlass statt.

Im Mittelpunkt steht in der Bahnhofshalle eine Druckerpresse und eine Redaktionsstube: Passantinnen und Passanten sind eingeladen, am Druckprozess einer zeitgenössischen Kirchen-Postille teilzunehmen.

Weitere Infos: www.zhref.ch

1517 - was war vor 500 Jahren?

Die Reformation nahm ihren Anfang

1517: Martin Luthers 95 Thesen, in denen er gegen Missstände beim Ablass und besonders gegen den geschäftsmässigen Handel mit Ablassbriefen auftrat, wurden am 31. Oktober 1517 als Beilage zu einem Brief an Erzbischof Albrecht von Mainz und Magdeburg erstmals in Umlauf gebracht. Unter Historikern ist nach wie vor umstritten, ob Luther seine 95 Thesen eigenhändig an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg genagelt haben soll. Die einen meinen ja, die anderen nein - Hauptsache, die Reformation war eingeleitet.

Der Zürcher Drucker Froschauer startete durch

1517: In Zürich starb der Druckereibesitzer Hans Rüegger. Der seit zwei Jahren bei Rüegger beschäftigte Drucker Christoph Froschauer übernahm den Betrieb und heiratete in der Folge die Witwe Rüeggers. Als selbständiger Zürcher Drucker baute Froschauer seinen Betrieb zu einer stark beachteten und erfolgreichen Offizin aus. Die heutige Zürcher Druckerei Orell Füssli führt ihre Anfänge auf die Druckerei Froschauer zurück.

Zürcher Seegfrörni

1517: In diesem offensichtlich sehr kalten Jahr gefror der Zürichsee total zu und die Stadt Zürich erlebte eine echte Seegfrörni.
(Quelle Wikipedia)